Rundgang auf der ITB. Zumindest ein kleiner. Juan Carlos auf dem Stand von Kolumbien besucht. Wie die anderen ist er auf der Suche nach Reiseveranstaltern, für die er Touren organisieren kann. In einem guten Jahr wird er dann vielleicht Geld verdienen, in einem viertel Jahr weiß er, ob die Gespräche zu einem Abschluss geführt haben. „Besser ein Kunde, der bucht, als dutzende, die nur reden“, sagt er.

Vor 100 Jahren wurde Nelson Mandela geboren. Südafrika wirbt damit.

„Afrika moves you.“ Glaube ich gerne.

Kuba.

Rundgänge in Tschernobyl. Die machen Polen gerne, Deutsche stehen an fünfter Stelle bei den Touristen aus dem Ausland.

„Alles ungefährlich“, sagt die „Kundenfängerin“, auch wenn sie in der Phantasieuniform erst einmal Gefahr signalisiert. Ebenso die ABC-Schutzmaske.  „Aber wieso die Maske, wenn es doch ungefährlich ist?“, frage ich. „Die soll nur anlocken…“, sagt die Unformierte.

Karte der Ukraine auf der ITB: Mit der Krim.

Ebenfalls Ukraine: Abenteuertour Panzerfahren und Herumballern mit der Maschenpistole. Ja, die meinen das wirklich. Und ein bisschen Atom scheint auch dabei zu sein.

Gegenüber gibt’s Wein aus Moldawien. Das Land mit den wenigsten Touristen in ganz Europa lockt mit der großen Weinkeller-Grotte, einem UNESCO-Weltkulturerbe. „Kommen Sie doch mal vorbei, dann können Sie dort Fotos machen“, sagt die Standchefin. 

Russland, Ukraine, Kasachstan, Turkmenistan, Kanada, USA – alle in einer gemeinsamen Halle. „Welcome to the USA“, heißt es bei den Amerikanern.  Ich glaube, die meinen jetzt erst mal nur Touristen damit. 

„Bright light city gonna set my soul
Gonna set my soul on fire…“
Die Touristiker aus Nevada hatten eine lllumination mitgebracht.
„…. viva Las Vegas!

Vielleicht dann doch lieber Urlaub im Indianerreservat. Die haben doch bestimmt auch was mit Glücksspiel dort.

War mit gar nicht klar, dass die Ureinwohner der USA einen eigenen Tourismusverband haben.