Expertenvermittlungsdienste sind offenbar für die meisten deutschen Wissenschaftsjournalisten unbekannte Einrichtungen: Weit mehr als die Hälfte drei Rahmen einer Untersuchung der Freien Universität (FU) Berlin befragten Journalisten kennen selbst eingesessene Institute nicht – wie den 1985 gegründeten „Media Resource Service“ der Ciba Foundation in London.

Die Studie hatte nicht nur nach dieser britischen Expertenvermittlung gefragt, sondern auch nach der „Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Gesellschaften“ (AWMF), der „Information Umwelt“, dem „Expertenmakler“-Informationsverbund deutscher Hochschul- und Wissenschaftseinrichtungen (ELSTER) und dem „Scientists‘ Institute for Public Information“ (SIPI) in New York.

Ursula Stamm vom Publizistik-Institut der Freien Universität hatte für ihre Studie über Wissenschaftsjournalisten (Titel: „Recherchemethoden von Wissenschaftsjournalisten und Wissenschaftsjournalistinnen“) allerdings eine sehr breite Definition des Berufes vorgenommen: Wer überwiegend oder auch nur teilweise über Wissenschaftsthemen sowie über Forschungs- und Hochschulpolitik berichtet, wird als „Wissenschaftsjournalist“ bezeichnet. 

 

 

[Stand: Mai 1996]