Reyk Holland: Multi-Organ-Chip-Entwicklung an der TU Berlin

Die Technische Universität Berlin einen Multi-Organ-Chip entwickelt, der Stoffwechselvorgänge und Wechselwirkungen von menschlichen Organen nachahmt. Dabei werden Gewebeteile, die z.B. aus menschlicher Organen oder aus pluripotenten Stammzellen gewonnen werden, zu verkleinerten Organen wie Leber, Haut oder Lunge zusammengestellt. EIne Flüssigkeit simuliert den Blutkreislauf und versorgt diese Organnachbildungen. Der Prototyp wurde zusammen mit dem Fraunhofer-Institut IWS in Dresden entwickelt. Ziel der Forscher ist, für die Entwicklungen von Medikamenten Tierversuche ganz oder teilweise zu ersetzen. Künftig könnte auch eine auf ethnische Bevölkerungsgruppen oder auf einzelne Menschen abgestimmte Medikament entwickelt werden. Mit Stand Juni 2015 haben die Forscher um Projektleiter Prof. Roland Lauster vom Fachgebiet Biotechnologie der TU Berlin Chips entwickelt, die vier bzw. acht Organe nachbilden. Künftig sollen auf einem Chip alle menschlichen Organge nachgebildet werden. Im Bild ein Chip, auf dem vier Organe nachgebildet werden.