Eine Synagoge in einer ehemaligen evangelischen Kirche, das ist ungewöhnlich. Vor gut zwei Jahren zog die Jüdische Gemeinde In Cottbus in ein nicht mehr genutztes Kirchengebäude aus dem 18. Jahrhundert um. Ein Vorzeigeprojekt für jüdische Kultur in Brandenburg. Eigentlich könnte die Gemeindeleitung durchaus stolz darauf sein, was dort passiert …

Eine Synagoge in einer ehemaligen evangelischen Kirche, das ist ungewöhnlich. Vor gut zwei Jahren zog die Jüdische Gemeinde In Cottbus in ein nicht mehr genutztes Kirchengebäude aus dem 18. Jahrhundert um. Ein Vorzeigeprojekt für jüdische Kultur in Brandenburg. Eigentlich könnte die Gemeindeleitung durchaus stolz darauf sein, was dort passiert ist. Doch die Kontaktaufnahme ist schwierig: Der Vorstand versucht, Gespräche mit einfachen Gemeindemitgliedern zu verhindern, ein engagierter älterer Jude will sich nur an einem neutralen Ort treffen. Auch der Landesrabbiner hätte gerne gesehen, dass die Cottbusser Gemeindemitglieder mehr Engagement bei seinen Unterweisungen in jüdischer Glaubenslehre zeigten.  Und der Kantor sagt: Ich gebe der Gemeinde nicht mehr lange.

Gegenüber der alten Kirche ist eine Unterführung; ein Straßenmusiker aus Osteuropa hat sich dort aufgestellt. Zwischen den Wänden hallt sein Gesang. Die Fussgängerzone in der Cottbusser Altstadt ist belebt, vor allem an Einkaufs-Samstagen oder auch, wenn die schöne Sonne Ausflügler in die Stadt lockt. Dort, mitten in der Spremberger Straße, steht eine kleine, schmucke Kirche, eher eine Kapelle, mit Glockenturm und schmalem Schiff. Dort dringen anderer Lieder heraus. Die Text sind auf Hebräisch.

Im frühen 18. Jahrhundert wurde die kleine Kirche von Hugenotten, Glaubensflüchtlingen aus Frankreich, geb…
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