„Star Wars“ gab es auch als Hörspiel. Und zwar bei NPR, dem National Public Radio der USA. 13 Ausgaben zu je 30 Minuten wurden Anfang der 80er Jahre gesendet.

 

Die Schauspieler Anthony Daniels und Mark Hamill aus dem Kinofilm sprachen ihre Rollen auch für die Hörfunkfassung.: Daniels als C-3PO, Hamill als Luke Skywalker.

Doch wie lässt sich ein Film, der noch dazu von seinen visuellen Effekten lebt, in ein Hörspiel umwandeln? Eine halbe Stunde Filmdialog war die Grundlage – nicht gerade üppig, um daraus Bilder im Kopf zu erzeugen.

Also mussten neue Handlungsstränge und Geschichten dazu kommen. Dazu wurde der Science Fiction-Autor Brian Daley verpflichtet. Er erfand eine ausführliche Szene an Bord von Death Star, in der Darth Vader Prinzessin Leia einem ausgedehnten Verhör unterzieht, das wohl auch bei den Sprechern der Szene einen deutlichen Eindruck hinterlassen hat, schreibt Derek John auf der Webpage von NPR.

Auch für den Tontechniker war die Produktion in den analogen Zeiten des Audioschnitts einer Herausforderung: Die Atmer von Darth Vader an die dramaturgisch richtigen Stellen zu platzieren,  nicht mit copy-paste, sondern mit Rasierklingen und Klebestreifen.

Für NPR war es ein Wagnis, nach etlichen Jahrzehnten das Hörspiel als Radioformat wieder zu beleben – und auch die beteiligten Produzenten bangten, als Starwars dann über den Sender ging. Doch der Erfolg war überwältigend: 50 000 Briefe und Anrufe in einer Woche, 40 Prozent mehr Zuhörer.

Regisseur John Madden, der vom Theater kam und bereits für die BBC gearbeitet hatte, machte ebenfalls Karriere: Er gewann später einen Oscar für die Regie von Shakespeare in Love.