Rocklegende Bruce Springsteen hat zwar selbst nur ganz kurz ein College besucht. Aber alles, was ihn betrifft ist jetzt Thema eines Archivs, das an der Monmouth University in New Jersey zugesammengestellt wird – ganz in der Nähe, wo der „Boss“ wohnt und wo er aufgewachsen ist. 

Das kleine Gebäude mit seinen 30000 Exponaten ist ein „muss“ für Fans. Denn jetzt  hat  Bruce Springsteen auch persönliche Fundstücke zur Verfügung gestellt.  

Eileen Chapman hat mitbekommen, wie es mit der Karriere von Bruce Springsteen los ging: Seine Auftritte in den Clubs von Asbury Park, der Stadt mit dem legendären Boardwalk, dem Spielcasino, der Convention Hall.

You could see that Bruce was a commanding presence who was focused on what he was doing. He didn’t have no time for a lot of things everybody else was doing because he was going right back home to write and to practice some more. 

Im „Upstage“ feierte Springsteen seine ersten Erfolge.

Bruce Springsteen fiel schon damals mit seiner Bühnenpräsenz auf, er sei so konzentriert auf seine Arbeit gewesen, sagt Eileen Chapman, die damals Musikclubs gemanagt hat. Während die anderen feierten, ging er lieber nach Hause und übte Gitarre.  

Oder er schrieb Songs. Zum Beispiel, als in dem Haus mit der Nummer 7 1/2 im West End Court in Long Branch wohnte, der Stadt, in der „Bruce Frederick Joseph Springsteen“ im September 1949 geboren wurde. 25 Jahre später schrieb er dort die Lieder für sein Album „Born to Run“. 

Direkt um die Ecke, auf dem Campus der Monmouth University wird nun alles gesammelt, was mit dem Boss, der E-Street-Band und mit „SOAP“, dem „Sound of Asbury Park“ zu tun hat. Eileen Chapman:

„Posters here,we have some great posters, oops, that one ripped it is…  born… born in the USA.“ 

Zahlreiche Poster, auch schon mal ein gerissenes, mit denen Tourneen und Alben beworben wurden – zum Beispiel der erste Mega-Hit, Born in the USA.  Doch es gibt noch mehr.

„OK, so let’s move on to the archives. So these are basically newspaper clips shows or newspaper clippings. So here we’ve got magazines and in this room we have magazines and books. So everything  is in these archival boxes and then alphabetical by magazine and then alphabetical by date. These are items that just came in, more than just came in.“

Okay, gehen wir ins Archiv. Dies sind im wesentlichen Zeitungsausschnitte. Hier sind Zeitschriften und in diesem Zimmer Zeitschriften und Bücher. Alles findet sich in diesen Archivkisten, alphabetisch geordnet nach Zeitschrift und dann nach Datum. Das sind die Sachen, die gerade rein gekommen sind und noch mehr. 

Über eine Holzstiege geht es nach oben. Die zweite Etage besteht beinage nur aus Regalen mit Pappschubern. Einen holt sich Eileen Chapmann heraus.

„Let’s take a look. From all different places people all over the world send us items. So this one is tickets,  this I know is buttons because I could tell by the size of the box buttons from all over the place stacks and stacks of button buttons.“

Schauen wir mal. Aus der ganzen Welt schicken uns Menschen Sachen. In diesem Karton sind Eintrittskarten, und in diesem sind Anstecker, Buttons von überall her.  

Eileen Chapmanns persönliches Lieblingsstück: Zwei Texte aus einer alten College-Zeitung.

When Bruce was in college he went to Ocean County College and he wrote two poems for like an art journal that they publish each year. And so to the best of our knowledge they were his two first published pieces. Those two poems. I think that’s really cool.

Als Bruce im Ocean County College war, hat er dort zwei Gedichte für ein Kunstmagazin geschrieben. So weit wir wissen, sind das seine ersten Veröffentlichungen – diese beiden Gedichte. Das ist ziemlich cool. 

Und dann sind da noch ein halbes Dutzend Kisten, gestapelt auf dem Fussboden. Der Absender: Bruce Springsteen Estate – das Anwesen von Bruce Springsteen. Das ist nur ein paar Kilometer entfernt, in der Nähe des Städtchens Freehold, wo er aufgewachsen ist. 

Archivarin Eileen Chapman öffnet einen der Pappkartons: Drinnen sind  Ausweise für den Backstage-Bereich der Born in the USA-Tour, unbenutzt, mit dem Autogramm von Springsteen. Noch mehr aus seinem persönlichen Besitz ist unterwegs, zum Beispiel Notizbücher und andere private Aufzeichnungen. 

„We  would expect from Bruce, you know, maybe some stage props or some instruments some some clothing some type of you know I guess clothing that he may have worn on stage. Some notes no and no whatever else he has at this point. You know it’s just going to it’s going to take the collection to a new level.“

Wir erwarten von Bruce zum Beispiel Teile der Bühnendekoration, vielleicht auch Instrumente oder Kleidungsstücke, die er auf der Bühne getragen hat. Notizen, was auch immer. Das wird das Archiv noch mal auf ein andere Niveau heben. 

Auch wenn das Archiv jetzt schon aus allen Nähten platzt – Eileen Chapmann freut sich auf weitere Exponate, auch aus Deutschland: Eintrittskarten, Zeitungsartikel, T-Shirts, oder vielleicht auch Fotos von Bruce Springsteen vor und nach den Auftritten. 

Vielleicht hat sogar jemand eine schöne Geschichte zu erzählen und kann sie aufschreiben, von einer Begegnung mit dem „Boss“. 

Eine andere hat Eillen Chapman schon parat: Die von der Frau in der Telefonzelle.

„This one was taken it was taken in Asbury Park. This photo. And while they were taking Bruce’s photo there was a woman who went to use the phone booth. 

And so for years nobody knew who this woman was. And about two years ago a friend of hers saw the photo and contacted her and she she was actually here she came to the university. She was the woman in the photo booth that for many many years nobody knew who it was. So we got to meet her. 

So so so since that’s in Asbury Park on the boardwalk. Yeah. All the way down the end. So that’s the Empress Hotel back there.“

Nicht nur Bruce, auch sein Freund und Bandmitglied Little Steven hat schon früh an eine Musikkarriere geglaubt. In einer Schülerzeitung erzählt er davon, und diese Schülerzeitung ist eines der Lieblingsexponate von Eileen:

„One in particular from Steven Van Zandt high school newspaper where he was interviewed and talks about how he wants to hire a manager and being a real band someday. So some really cool things but she she kept things very organized because she was an archivist.“

Eileen Chapman sitzt heute in Asbury Park im Stadtrat, wenn sich die ehemalige  Musik- und Veranstaltungsmanagerin nicht gerade um Besucher im neuen Springsteen Archiv kümmert, in Long Branch, ein paar Kilometer nördlich an der Küste von New Jersey, wo „Bruce Frederick Joseph Springsteen“ im September 1949 geboren wurde, und wo er 25 Jahre später seine ersten eigenes Haus bezog,  in der  Straße West End Court und der berühmten Nummer 7  1/2.  Und wo er die Lieder zu seiner dritten Platte „Born to Run“ komponierte. 

Gut 30 000 Exponate, kategorisiert und mit den Suchbegriffen auch online recherchierbar, was vor allem für Forscher, Buch- und Filmautoren wichtig ist. Es kommen aber auch ganz normale Fans. 

„So we’ll have people who come in from anywhere from from Japan from Australia from Italy from England and they want to see concert reviews from their hometown.

They want to see what we have here that they can relate to. So oftentimes that’s what they want to see posters ticket stubs things relate to concerts that they may have been to other times they may want to see some early Springsteen stuff to try to you know look back and see  where Bruce came from, where this legacy began, you know, how this momentum took place.“

Sie kommen von überall her, aus Japan, Australien, Italien, England und sie suchen nach Konzertberichten aus ihren Heimatstädten. Etwas, zu dem sie einen Bezug haben, Konzerte, die sie besucht haben. Und andere kommen und wollen etwas von den frühen Springsteen-Sachen sehen, wo Bruce herkommt, wo alles seinen Anfang nahm.